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Buena Vista Social Club
von Wim Wenders
Sonntag, 29.08.26
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Playtime – Herrliche Zeiten
von und mit Jacques Tati
Sonntag, 27.09.26
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Klassiker Vorstellung Oktober
Infos folgen in Kürze
Open Air Kino am Campus
Ein Film von Wim Wenders
Freitag 29. August 2026 – unter freiem Himmel
20.30 Uhr / Open Air: Kino am Campus / Koki
Einführung: Goggo Gensch
Credits: 1999 | Deutschland, USA, Kuba | Regie: Wim Wenders | Buch: Wim Wenders | Kamera: Jörg Widmer · Theo Bierkens · Brigit Hillenius · Robby Müller · M. Claire Pijman |
Am 29.8. zeigen wir in Kooperation mit dem Koki Esslingen unter freiem Himmel Buena Vista Social Club (1999) – Wim Wenders‘ Dokumentation über eines der legendärsten Projekte der Musikgeschichte.
Einführung 20.30 Uhr: Goggo Gensch
Goggo Gensch ist der Stuttgarter Filmemacher im Bereich Dokumentarfilm. Vor kurzem lief sein Film „Kinoleben – über das Arsenal in Tübingen und weitere Programmkinos“ im Kommunalen Kino Esslingen. Goggo Gensch hat mehrere Male auf Cuba gedreht, unter anderem auch mit der örtlichen „Filmcrew“, die an der Produktion von „Buena Vista Social Club“ beteiligt war. Wir freuen uns auf seine Einführung.
Worum es geht
In den 1990er-Jahren reist der amerikanische Gitarrist und Produzent Ry Cooder auf nach Havanna, um auf Cuba altgediente Musiker aufzuspüren – Männer und Frauen, die in den 1940er- und 50er-Jahren die goldene Ära des kubanischen Son geprägt hatten und danach in Vergessenheit gerieten. Was als Studiosession beginnt, wird zu einer der größten musikalischen Sensationen ihrer Zeit: ein Album, das um die Welt geht, ausverkaufte Konzerte in New York und Amsterdam nach sich zieht – und Wim Wenders dazu bringt, seine Kamera auf die Straßen Havannas, in verwitterte Wohnzimmer und auf die große Bühne der Carnegie Hall zu richten.
Wenders Dokumentation strahlt bis in die Gegenwart wie ein lebendes Denkmal für Kuba und seine Menschen – nicht nur für Musik. Wenders inszeniert keine Musikshow, sondern er porträtiert Menschen aus Kuba – Compay Segundo, Ibrahim Ferrer, Rubén González, Omara Portuondo … – und das mit großer Wärme, Einfühlsamkeit und Geduld. Die Kamera hört zu, bevor sie erzählt.
Ein Zeitdokument im buchstäblichen Sinn. Fast alle der porträtierten Musiker sind heute verstorben. Was 1999 als Feier eines zweiten Frühlings gedacht war, ist heute ein unwiederbringliches Archiv – die letzten bewegten Bilder einer Generation, die es sonst nirgends mehr zu sehen gibt.
Cineastisches Meisterwerk. Wenders verbindet dokumentarische Beobachtung mit poetischen, fast traumhaften Bildern von Havanna – verfallende Fassaden neben strahlenden Farben, Vergänglichkeit und Lebensfreude in einem Atemzug. Der Film wurde für den Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert, gewnna darüber hinaus viele internationale bedeutende Filmpreise und gilt bis heute als einer der einflussreichsten Musikdokumentarfilme überhaupt.
Eine Öffnung für eine ganze Musikkultur. Das gleichnamige Album und später der Film lösten eine weltweite Welle des Interesses am kubanischen Son, Bolero und Danzón aus und beeinflussten Generationen von Musikern weit über Kuba hinaus.
Das Erlebnis unter freiem Himmel
Gerade als Open-Air-Erlebnis entfaltet dieser Film, seine Musik und seine Poesie eine enorme Kraft: Die Klänge, Rhythmen und Bilder brauchen das „Freie“, brauchen den offenen Raum, Nacht, Himmel, Wärme … Kommt am 29.8. in den Open-Air-Sommergarten beim Koki und lasst euch hinreißen von diesem Werk, das so lebendig ist wie am ersten Tag.
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Playtime – Herrliche Zeiten – von und mit Jacques Tati
Ein Film von Jacques Tati
27. September 2026 / 18 Uhr / Central Theater Esslingen
Originaltitel: Playtime / Regie: Jacques Tati / Drehbuch: Jacques Tati, Jacques Lagrange, Art Buchwald / Produktionsland: Frankreich / Italien / Erscheinungsjahr: 1967 / Länge: ca. 113 bis 124 Minuten / SK: ab 12 Jahren freigegeben
Jacques Tatis grandios choreografierte, fast wortlose Komödien über die Verwirrung im Zeitalter der Hochtechnologie erreichten mit „Playtime“ ihren Höhepunkt. Für dieses monumentale Werk, eine fast dreijährige, kostspielige Produktion, versetzte Tati den liebenswert altmodischen Monsieur Hulot, zusammen mit einer Schar anderer verlorener Seelen, erneut in eine verwirrende moderne Welt – diesmal nach Paris. Jede einzelne Facette des Breitbildformats ist randvoll mit Heiterkeit und Einfallsreichtum, und „ Playtime“ ist ein bleibendes Zeugnis einer modernen Ära am Rande des Abgrunds. [Jonathan Rosenbaum]
„Wie alle großen Komiker erschafft auch Tati, bevor er uns zum Lachen bringt, ein ganzes Universum. Eine Welt ordnet sich um seine Figur herum, kristallisiert sich wie eine übersättigte Lösung um ein Salzkorn. Tatis Figur ist zweifellos komisch, aber fast nebensächlich und ohnehin immer im Kontext dieses Universums. Er kann selbst in den komischsten Gags fehlen, denn Monsieur Hulot ist nur die metaphysische Verkörperung einer Störung, die auch nach seinem Tod fortwirkt.“ [André Bazins]
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